Die Metamorphosis-Methode

Metamorphosis und Zentrum sind zwei elementare Definitionen in meiner täglichen Arbeit als Philosoph. Der Begriff Metamorphosis ist ein anderes Wort für den kontinuierlichen Wandlungsprozess des Menschen und für die dabei angewandte Methode. Der Begriff Zentrum steht für das innere Zentrum des Menschen. Es ist der Ort, aus dem dieses immer neue Werden seinen Anfang nimmt. Der Bindestrich (~) symbolisiert den fließenden Prozess.

Metamorphosis ist eine sanfte, einfache Methode, die in den 60er Jahren in England von Robert St. John entwickelt wurde und von ihm Die pränatale Therapie genannt wurde. Er entdeckte eine Verbindung der Wirbelsäule zu unserer vorgeburtlichen Entwicklung, in der Blockaden, Ängste und Krankheiten oftmals ihren Ursprung haben. Durch Berührung der Reflexbereiche der Wirbelsäule, an den Füßen, an den Händen und am Kopf, wird die schöpferische Daseinskraft in unserem inneren Zentrum wieder neu erschlossen.

Diese sanfte Massage an den Reflexzonen der Wirbelsäule lockert vorgeburtliche Prägungen und verfestigte Muster, damit diese sich lösen können. Sehr individuell und fast unmerklich werden neue Entwicklungspotenziale freigesetzt. Dabei hat man Gelegenheit, zu entspannen und loszulassen.

Die Metamorphose – pränatale Massage eignet sich für Erwachsene, wie auch für Kinder gleichermaßen.

In der Metamorphosis kommen wir mit den Prinzipien
des Lebens in Berührung:
Bewegung, Wandlung und Wachstum.
Wandlungen entstehen in der Natur ständig: vom Samenkorn zur Pflanze, von der Raupe zum Schmetterling, von Ei- und Samenzelle zum Menschen usw …

Das Leben ist ein stetiger Kreislauf, dem wir als Individuum entspringen. Leben heißt sich zu verändern. Jede Veränderung birgt in sich eine Wandlung. Wie wir uns wandeln bestimmt wiederum die Lebenskraft in uns. Wann entsteht diese Lebenskraft? Wann wird der Mensch zum Menschen? Wann entwickelt er sein Bewusstsein? Geschieht dies erst mit der Geburt oder schon vorher, im Mutterleib?

Basierend auf einem körperpsychologischen Ansatz stellt Metamorphosis  die vorgeburtliche Zeit in den Brennpunkt, nicht als Vergangenheit, sondern als wesentlichen Bestandteil unserer Gegenwart.

Unsere vorgeburtliche Entwicklung ist fest in unserem inneren Zentrum, unserem Selbst, verankert. Sie ist ein Zeitgefüge aus der Vergangenheit, das in der Gegenwart und in die Zukunft wirkt. Sie entscheidet mit darüber, ob wir mit Behinderungen und diffusen Ängsten kämpfen müssen – oder aber, ob wir die unserer Erbmasse entsprechenden Potentiale voll nutzen können.